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Kooperation
Wir sind Gründungsgesellschafter der
LineLog GmbH & Co KG,
einer Mittelstandskooperation für Logistikprojekte.
Die LineLog
hat im April 2005 in Bremen ihre Tätigkeit aufgenommen.
Es handelt sich hierbei um eine Kooperation mittelständischer,
inhabergeführter Unternehmen mit dem Ziel, Logistikprojekte
gemeinsam anzubieten und zu betreiben.
Mit ca. 100 Millionen Euro Jahresumsatz und fast 1.000 Mitarbeitern der
Kooperationspartner kann so der Standard von Großunternehmen geboten werden.
Dabei steht für mittelständische Verlader stets ein weitgehend
gleicher Partner und immer ein inhabergeführter Betrieb als Ansprechpartner
zur Verfügung.
Einführung der LKW-MAUT
Die seit dem 1. Januar 2005 in Deutschland erhobene entfernungsabhängige
Maut verteuert den Güterkraftverkehr in einer Dimension, die
der Einführung von 12 Ökosteuerstufen auf einem Schlag
entspricht. Die Maut wird auf allen Bundesautobahnen (mit Ausnahme
weniger km auf der A5 und A6) für alle Fahrten von Lkws mit
mehr als 12 t zulässigem Gesamtgewicht fällig. Unsere
Züge haben mindestens 4 Achsen und werden daher mit 12,0 ct
je Autobahn-km belastet. Da unsere Fahrzeuge grundsätzlich
mit einem Euro 2- bzw. Euro 3-Motor ausgestattet sind, ist die Maut
von 12,0 ct die momentan geringste Belastung für diese Fahrzeugkombinationen.
Unser Unternehmen kann die sich hieraus im Gütertransport
ergebenden Kostensteigerungen nicht durch Rationalisierungsmaßnahmen
auffangen. Es ist uns auch nicht möglich, auf die Autobahnnutzung
zu verzichten, da durch Befahren von Bundesstraßen der Zeitaufwand
höher wird und damit auch höhere Kosten verbunden sind.
Durch ständiges Abbremsen und Beschleunigen auf Bundes- und
Landstraßen steigt der Kraftstoffverbrauch und der Bremsenverschleiß.
Weiterhin werden uns von unseren Auftraggebern enge Zeitfenster
vorgegeben. Lieferzeiten und Terminvorgaben können oftmals
nur dann eingehalten werden, wenn der Transport über die Autobahn
abgewickelt wird.
Die mautfreien Bundes- und Landstraßen sind noch stauanfälliger
als Autobahnen. Sie führen durch Ortschaften, weisen niedrigere
Höchstgeschwindigkeiten für Lkws auf oder sind gar mit
Lkw-Fahrverboten belegt. Das Befahren von Bundes- und Landstraßen
anstatt der Autobahn bringt keine Kosteneinsparung sondern erweist
sich als kostentreibende Maßnahme.
Die durch die Lkw-Maut hervorgerufenen Belastungen für unser
Unternehmen und unsere Kunden sind nicht vergleichbar. Das Verkehrsministerium
(BMVBW) geht davon aus, dass sich die Transportkosten durch die
Maut durchschnittlich um 8 Prozent erhöhen. Für den Lebenshaltungskostenindex,
der von den Endproduktpreisen bestimmt wird, wird dagegen
selbst bei einer 1:1 Weitergabe der Maut nur ein Anstieg
von 0,15 Prozent prognostiziert.
Nachfolgend einige Beispiele dafür, wie die Lkw-Maut auf die
Endverbraucherpreise durchschlägt:
Der Verband der Möbelindustrie hat verlautbart, eine Einbauküche
verteuere sich um 15 bis 20 Euro. Bei einem angenommenen Preis von
10.000 Euro bedeutet dies eine Erhöhung um maximal 0,2 Prozent.
Die Brauerei Veltins schätzt, dass sich der Kasten Flaschenbier
durch die Maut um 7 bis 10 Cent verteuert. Bei einem Preis von 10
Euro entspricht dies einer Verteuerung von unter 1 Prozent. Und
dies, obwohl bei diesem Produkt sowohl beim Hin- als auch beim Rücklauf
Maut zu zahlen ist.
Das BMVWB selbst nennt auch Beispiele für Teuerungen. So verteuern
sich bei vollständiger Weitergabe einer durchschnittlichen
Maut von 12,4 Cent/km:
Ein Kilo Bananen um etwa 1,2 Cent Ein Becher Joghurt um etwa 0,4
Cent. Ein Paar Schuhe um etwa 0,8 - 1,2 Cent. Ein Fernseher (500
Euro) um etwa 16 - 18 Cent
Die Maut ist eine (vom Staat beschlossene) Steuer. Transportgewerbe,
Produzenten und Händler sind wie bei der Mehrwertsteuer nur
Steuereintreiber für den Staat. Jedes Glied muss die Maut seinen
Kunden weiter berechnen. Auf die Steuer kann weder ein Rabatt gewährt,
noch kann diese erlassen werden.
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